Prof. Martin Rauh-Köpsel


Prof.
 Martin Rauh-Köpsel

Honorarprofessor für Psychologie und Dramaturgie

Geboren 1964 in Köln, dort auch Psychologiestudium, Abschluss 1995 mit Diplomarbeit über die Persönlichkeitsstruktur von Kreativen/Künstlern. Therapeutische Ausbildungen zum Psychodramatherapeuten, zum tiefenpsychologisch-fundierten Einzelpsychotherapeuten, sowie zum analytisch-orientierten Gruppenpsychotherapeuten. Viele Jahre tätig in Kliniken und als angestellter Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Lehrtherapeut für Psychodramatiker über 17 Jahre hinweg in Köln, Hannover, Heidelberg, Hamburg und seit vielen Jahren Supervisor für diverse Sozialträger und Fachdienste in Berlin. Dozent an der Hochschule für Soziales in Berlin-Karlshorst bis 2005.  Approbation zum psychologischen Psychotherapeuten 1999. Zulassung und Niederlassung als KV anerkannter Richtlinientherapeut in eigener Praxis seit 2003 auf der Schloßstraße in Berlin-Steglitz. 

Buchveröffentlichung im Kösel Verlag 2012: „Die Liebe ist ein Kreisverkehr“, in dem etwa 400 Beziehungsdynamiken chronologisch vom ersten Kontakt bis zur Trennung nach ihrem üblichen Auftreten in einer Beziehungsvertiefung beschrieben werden. Auftritt in der Talkshow „Nachtcafe“ des BR zum Thema ungewöhnlicher Lieben und verschiedene Radioeinspielungen. Insgesamt bis heute etwa 1300 Klienten therapiert, darunter etwa 200 Paare, außerdem zusätzlich etwa 1400 Falldynamiken in der Rolle als Supervisor bearbeitet.

Entwicklung zum psychologischen Fachberater in der Filmbranche

Nach Dozententätigkeit ab 2013 nun seit 2017 Professor für „Psychologie und Dramaturgie“ in der Filmuniversität Babelsberg, zugeordnet dem Studiengang Drehbuch/Dramaturgie. Der Professur ist seit 2002 eine Vielzahl gemeinsamer Planungen von Filmprojekten vorausgegangen, besonders von fachlicher Beratung von AutorInnen, sowie vereinzelt von SchauspielerInnen,  für Spielfilme, Dokumentationen, Reihen und Serien. Dazu gehören beispielsweise: „Der letzte Zeuge“ 9 Folgen bis zum Tod von Ullrich Mühe, „Broti und Pacek“ 22 Folgen, „Flemming“ 22 Folgen, „Die letzte Spur“ 4 Folgen, „Usedom Krimi“ 3 Folgen, „Der Kriminalist“ 2 Folgen, „Der Irlandkrimi“ 4 Folgen und viele Spielfilme. Insgesamt wurden bis 2018 etwa 70 betreute Filme ausgestrahlt, weitere sind in Entwicklung.

Lehr- und Forschungsinteressen

  • Welche psychologischen Merkmale und biographischen Hintergründe sind dramaturgisch nötig, um eine Filmfigur nachhaltig lebendig und spannend zu machen?
  • Was berührt und beseelt Menschen und was lässt sie auch als ZuschauerInnen aus ihrer Alltagserfahrung hinaus treten?
  • Wie kann man FilmemacherInnen eine Übersicht über die Psyche bieten, einschließlich der wichtigsten biographischen Einflüsse und folgender Charakterausprägungen?
  • Welche Beziehungsdynamikenund Psychopathologien werden sehr selten filmisch aufgegriffen und warum?
  • Welche der gesammelten Fallgeschichten als Psychotherapeut lassen sich in künstlerisch deutlich abgewandelter Form für filmische Anliegen einsetzen?
  • Welche spannenden Phänomene in der Psychologie sind auch als Tötungsmotive in Krimis geeignet, sodass nicht mehr nur Krimis zunehmend psychologisiert werden, sondern spannende Psychologie zukünftig filmisch kriminalisiert werden kann?

 

Kontakt:  

E-Mail: rauh-koepsel(at)web.de       Tel. Praxis: 030/ 79741563