Forschungs-News

Auf der Suche nach dem filmischen Gesicht der Städte

Filmwissenschaftliches Forschungsprojekt zum Image von Filmstädten gestartet. Die Internetseite ist ab heute online.

 (öffnet Vergrößerung des Bildes)
Gasdruckregelanlage in Potsdam-Babelsberg. Foto: Anna Luise Kiss

Am 1. Dezember 2019 ist das filmwissenschaftliche Forschungsprojekt „Das filmische Gesicht der Städte“ gestartet. Es untersucht die Imagebildung von so genannten „Filmstädten“. Von heute an ist das Projekt online zu verfolgen unter https://filmische-stadt.projekte-filmuni.de

Hollywood ist ein exponiertes Beispiel für eine „Filmstadt“: Millionen Tourist*innen werden jedes Jahr vom Mythos der Stadt angezogen, um einen der prominentesten Orte der Filmgeschichte kennenzulernen. Auch in Europa gibt es Großstädte wie London, Rom oder Paris, die ihr Filmkulturerbe und ihre Funktion als Medienstandort vermarkten. Doch auch mittelgroße Städte wie Potsdam und Aarhus verfügen über ein Image mit starkem filmhistorischen Bezug bzw. hoher Medienaffinität. Die These des Projektes ist, dass das Image einer „Filmstadt“ nicht allein durch städtische Marketingabteilungen, große Institutionen und Medienunternehmen hervorgebracht wird, sondern auch durch Beiträge von Bürger*innen und vor allem durch Referenzen auf die Filmgeschichte und aktuelle Medienproduktionen im öffentlichen städtischen Raum. Das Vorhaben entwickelt ein Modell zur Analyse dieses speziellen Imagebildungsprozesses.

Geleitet wird das Forschungsprojekt von Dr. Anna Luise Kiss. Angesiedelt ist es an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und an der Aarhus University. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Förderlinie „Kleine Fächer – große Potenziale“. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Unter filmische-stadt.projekte-filmuni.de wird über das Forschungsprogramm und vor allem das bürgerwissenschaftliche Teilprojekt „Das filmische Gesicht der Stadt Potsdam“ informiert: Potsdam ist im Oktober 2019 zur „UNESCO Creative City of Film“ ernannt worden. Bürger*innen aber auch Besucher*innen der Stadt sind aufgerufen ab dem 25. Januar 2020 als Bürgerwissenschaftler*innen Referenzen auf die Filmgesichte und aktuelle Medienproduktion im städtischen Raum zu sammeln, sichtbar zu machen und gemeinsam mit der Projektleitung zu analysieren.

Kontakt: Dr. Anna Luise Kiss (Projektleitung), Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Marlene-Dietrich-Allee 11, 14482 Potsdam-Babelsberg, Büro Haus 7, Raum 2.036, eMail: a.kiss(at)filmuniversitaet.de