Seminar: "HERSTORIES rebooted - Ein filmisches Forschungsseminar" im WiSe 2018/19

Datum / Dauer:
10. Dezember 2018
Zeit:
10:00
Ort:
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam
Anmeldung bis :
19.11.2018

Dozentin: Angelika Levi/ Gesa Marten

Beteiligte externe Partner: FONTE-Stiftung

Veranstalterin: IKF - Institut für künstlerische Forschung

Kurssprache Englisch möglich: Ja

Zeit & Ort: Einführung am 10./11.Dezember 2018, 6./7. Februar 2019, 8./9. April 2019, Auswertung am 7. Mai 2019

Offen für: alle Studierende

Maximale Teilnehmer*innenzahl: 12

Leistungspunkte: 6 LP

Anmeldung: g.marten@filmuniversitaet.de bis 19.11.2018

Beschreibung: Im Seminar werden experimentelle, essayistische und künstlerische Kurzfilme oder Videos produziert, deren Themen von Forschungsvorhaben ausgesuchter Wissenschaftler*innen vorgegeben sind. Kooperationspartnerin des Seminars ist die FONTE-Stiftung, die gezielt die historische Aufarbeitung des textuellen/kulturellen Beitrags von Autorinnen - vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart - und den Aufbau einer unparteiischen, geschlechtergerechten Literatur- und Kulturwissenschaft unterstützt. Das "re-discovering and re-reading of women's texts" dürfte maßgeblich dazu beitragen, den bis heute gültigen literarischen Kanon sowie die mehr oder weniger sakrosankten Literaturgeschichten zu ergänzen und zu modifizieren. 1

Es stehen sechs ausgesuchte Forschungsarbeiten zur Auswahl, die eine feministische Perspektive einnehmen und weibliche Persönlichkeiten der Kunst, Kultur und Literatur in ihren Epochen und Gesellschaften untersuchen. 12 Studierende sind eingeladen, jeweils zu zweit ein Thema audiovisuell zu explorieren und gemeinsam der Frage “wie können wir mit den Mitteln des Films forschen?” praktisch und theoretisch nachzugehen.

Ziel des Seminars ist:

  • Verständnis und Methode für das experimentelle Filmen und das assoziative Denken in einer non-linearen und strukturellen Zeit-Raum-Dramaturgie zu entwickeln.

  • Verschiedene Genres (Essay, Dokumentarfilm, Fiktion, Rauminstallation, Performance) zu untersuchen und sie in poetischer Weise auf das Thema anzuwenden.

  • Die Methode der filmischen Forschung als einen offenen Prozess zu verstehen, und dabei die objektive Suche durch eine subjektive Position, welche nicht nachlässt kritisch zu fragen, herauszufordern.

Angelika Levi studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) und seitdem werden ihre Arbeiten auf internationalen Filmfestivals, in Ausstellungen und im Kino gezeigt. Ihr erster Langfilm „Mein Leben Teil 2“ wurde in der Sektion Internationales Forum des Jungen Films der Berlinale 2003 erstaufgeführt und gewann mehrere Preise. Auch „Children of Srikandi“ erhielt nach seiner Premiere auf der Berlinale 2012 in der Sektion Panorama verschiedene Auszeichnungen. Ihre Arbeiten befinden sich im Verleih Arsenal - Institut für Film und Videokunst. Die 3-Kanal-Installation „Miete essen Seele auf“, ihre jünste Arbeit, war Teil bereits mehrerer Ausstellungen z.B. im Haus der Kulturen der Welt. Levi unterrichtet an Kunst- und Filmhochschulen.

1 Website FONTE –Stiftung, www.fonte-stiftung.de/index.php