Best Practice Projekte

Psykhe

Die Begegnung eines kleinen Jungen mit einem verletzten Schmetterling begleitet ihn ein Leben lang. In einem Akt von Mut und Güte rettet ein kleiner Junge einen verletzten Schmetterling. Die Seele des ätherischen Geschöpfs – „Psykhe“, das griechische Wort für Seele – begleitet ihn danach durch den Rest seines Lebens, durch gute und schlechte Zeiten, bis zu dem Tag, an dem sein Enkel eine Raupe findet.

Die Macher von Psykhe sind ein Team aus jungen Filmschaffenden diverser Erfahrungsgrade und Nationalitäten, das seine Liebe zum Storytelling lebt, darunter Filmuni-Student Victor Schwarz, der mit dem Film seinen Abschluss im MA Produktion macht, die sich untengeltlich für dieses Projekt engagieren. Hier geht es zur Projektmappe.

Bereits das Kurzfilm-Skript hat in der „Create50“-Kategorie den ersten Platz bei den „British Screenwriters’ Awards 2015“ belegt. Psykhe ist nicht nur der weltweit erste Studierendenfilm, der auf der ARRI Alexa 65 gedreht wird. Er ist die erste CO2 neutrale deutsche Studierendenproduktion und wurde nach den Empfehlungen der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein für umweltfreundliches und nachhaltiges Drehen produziert und mit dem Grünen Drehpasses zertifiziert.

 


Bye, Erin

Erin kommt zu spät zu einer Hochzeitsfeier, auf der überall sein Name steht und jeder ihn mitleidig ansieht. Nicht er ist es, der heiraten wird, doch etwas verbindet ihn mit der Braut.

mit Lukas Welcher, Sarah Beck, Ivan Anderson und Luis Krummenacher
Buch und Regie: David Thibaut
Producerin: Katrin Kreppel
Bildgestaltung: David-Simon Groß
Tongestaltung und Musik: Jonathan Hamann
Szenenbild: Florence Stadelmann

„Bye, Erin“ (15 min, fiktionaler Kurzfilm) ist an der Filmuniversität als freies Projekt entstanden. Er wurde an sechs Drehtagen im März 2019 gedreht. Im Rahmen einer Selbstverpflichtung zu ökonomisch verantwortlicher Produktion wurden Maßnahmen definiert, die während der Produktion des Films berücksichtigt werden sollten. In der Vorproduktion wurde besonderen Wert gelegt auf:
- Location Scouting mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Wahl von Drehorten im Umland Berlins
- Aufbau von Kooperationen mit nachhaltigen Unternehmen, beispielsweise für Nahrungsmittel
(wie Hafermilch und Backwaren), Naturkosmetik, wiederverwendbare Trinkflaschen und
kompostierbares Geschirr
- im Bereich Szenografie: Upcycling, Verwendung von gebrauchten Ausstattungsgegenständen,
saisonale Blumensorten
- im Bereich Kostüm und Maske: Verwendung von Kostümen aus dem Fundus / Second Hand,
Verwendung von Naturkosmetik
Die wichtigsten Maßnahmen am Set waren:
- Bilden von Fahrgemeinschaften zum Set und Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel
- Mülltrennung
- digitale Dispositionen + Drehpläne
- regionales, saisonales Catering, vornehmlich vegetarisch
- kompostierbares Geschirr
- Stoffbeutel und Glasdosen für Transport von Nahrungsmitteln
- Verwendung von Mehrwegbechern und Thermosflaschen
Alle Teammitglieder wurden im Vorfeld über die geplanten Maßnahmen informiert und dazu ermutigt, eigene Ideen zum nachhaltigen Drehen mit einzubringen. Die gemachten Erfahrungen wurden von Team und Cast als durchweg positiv bewertet. Es hat sich gezeigt, dass es auch für
kleine Projekte mit begrenztem Budget möglich ist, in bestimmten Bereichen der Produktion umweltbewusst zu agieren. Producerin Katrin Kreppel freut sich darauf, weitere Maßnahmen in Folgeprojekten zu erproben.


PLANET PAX. Ein Weltraummärchen aus Berlin-Marzahn

Walentina Gagarin (10) und Neil Müller (11) sind die einzigen Kinder des Viertels, die nicht mit ihren Eltern in die Ferien gefahren sind. Vor lauter Langeweile beschließen sie einen Sci-Fi-Film zu drehen. In den Schluchten der trostlosen Marzahner Plattenbauviertel sind die ersten Requisiten schnell gefunden: Ein Einkaufswagen wird zum Raumschiff, ein Fahrradhelm mit Alufolie stellt den Raumanzug dar.
Doch Neil ist schwer zu überzeugen von Walentinas utopischen Ideen von einem fernen Planeten. Das Projekt droht zu scheitern, als Walentina unerwartet Hilfe von einer Person erhält, die bereits einmal da war, auf PLANET PAX.

Hier geht es zur Selbstverpflichtung der Studierenden, die soziale und ökologische Standards benennt, um den Film zu einer nachhaltigen Produktion zu machen.