Allgemeines zum Studienfach

Musik verstärkt die Wahrnehmung, sie kann die Atmosphäre eines Films verdichten, sie emotionalisiert, sie strukturiert Handlungssequenzen, schafft inhaltliche Bezüge und setzt dramaturgische Akzente.
Musik kann Figuren charakterisieren und eine eigenständige Inter­pretation der Handlung anbieten. Tatsächlich verzichtet nur ein verschwindend kleiner Teil der produzierten Filme auf die Kraft der Musik, die den Zuschauer auf so ganz anderen Bahnen erreicht als Bilder oder Sprache. Wer heute Filmmusik komponiert, muss dreierlei sein: Komponist, Filmschaffender und Musikproduzent; oder natürlich: Komponistin, Filmschaffende und Musikproduzentin.

Entsprechend groß ist die Zahl der Themenfelder, mit denen man sich beschäftigen muss, um diese Tätigkeit erfolgreich ausüben zu können:

  • Die möglichen Funktionen von Filmmusik und ihre dramaturgische und kompositorische Umsetzung.
  • Die Arbeit im Tonstudio, Vertrautheit mit Klangsynthese und computergestützter Musikproduktion.
  • Die Beherrschung einer großen Bandbreite von unterschiedlichen Kompositionstechniken und musikalischen Stilen.
  • Die persönliche Weiterentwicklung als Komponist*in und das Finden eines persönlichen musikalischen Stiles und künstlerischen Ansatzes.
  • Die theoretischen Grundlagen des Filmemachens und die geschichtlichen Entwicklungen von Film und Filmmusik.
  • Instrumentation und Orchestration, sowie Erfahrung in der Musikaufnahme mit Ensembles und Orchestern.
  • Die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit den anderen Gewerken an Filmprojekten.
  • Die unternehmerische und rechtliche Seite dieser freischaffenden Tätigkeit.

Um jungen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit zu geben, in all diesen Punkten ein hohes Niveau zu erreichen und sich so für eine spätere Tätigkeit im Bereich der Filmmusik zu qualifizieren, bietet die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF den Studiengang Filmmusik (Master) an.